In unserem ersten Beitrag aus der Rubrik «Menschen machen Strassen» stellen wir Ihnen Fabio Contessa vor. Er ist Mischmeister bei Comibit SA. Künftig werden wir hier regelmässig einen anderen Menschen vorstellen, der für unser gutes Strassennetz mitverantwortlich ist. Dabei stellen wir jedem stets die gleichen Fragen.

 
Wie sind Sie zu der Tätigkeit des Mischmeisters gekommen?

Fabio Contessa: In den 1980er-Jahren begann ich bei einem Strassenbauunternehmen, der Costra SA in Lugano, zu arbeiten. Kurz darauf wurde ich gefragt, ob ich als Hilfskraft des Mischmeisters einer Asphaltanlage arbeiten möchte. Das war damals für eine Autobahnbaustelle, ich glaube die Biaschina-Viadukte. Als die Baustelle fertiggestellt war, hatte ich viel gelernt und so begann ich mein Abenteuer als Mischmeister bei Comibit SA. Durch meinen Einsatz, mein Interesse und meine Entschlossenheit habe ich im Laufe der Zeit Verantwortung übernommen. Heute bin ich als Teamleiter auch Ansprechpartner für alle Arten von Fragen oder Problemen für  mehr als zehn Mischmeister.

Was gefällt Ihnen besonders an dem Job?

Fabio Contessa: Ich finde es spannend, das System «Asphaltmischanlage» zu optimieren und den Betrieb effizienter zu machen. Ich versuche immer, die Funktionalität des Systems zu verbessern. Das ist eine spannende Arbeit, die nie langweilig wird.

Welche Fähigkeiten oder Interessen braucht man nach Ihrer Erfahrung besonders für den Job?

Fabio Contessa: Man braucht Interesse und Kenntnisse auf den Gebieten der Mechanik und Elektrik. Und vor allem muss man bereit sein, viel zu lernen. Jede Anlage ist anders. Da muss man sich immer hineindenken und die Eigenheiten kennenlernen.

Was war das Lustigste oder auch Ungewöhnlichste, was Ihnen schon einmal in diesem Job passiert ist?

Fabio Contessa: Herausragend war der Wiederaufbau des Flughafens Lugano im Jahr 2015, bei dem zwischen Mittwoch und Sonntag über 10 900 Tonnen Material angeliefert wurden. Das war sicherlich eine der aussergewöhnlichsten Erfahrungen, die ich gemacht habe. Ebenso aussergewöhnlich war die rund einmonatige Schliessung des Werks zu Beginn der Covid-19-Pandemie, als die Baustellen im Tessin geschlossen wurden. Es war eine surreale Situation. Was lustige Situationen angeht, so habe ich in 32 Dienstjahren wirklich viele gesehen, aber ich muss leider gestehen: Die Situationen, die mir da wirklich im Gedächtnis geblieben sind, die druckt man besser nicht öffentlich in einem Newsletter (lacht).

Auf welchem Gebiet würden Sie vielleicht gern eine Fortbildung oder Weiterbildung machen?

Fabio Contessa: Auf dem Gebiet der Informationstechnologie und der Systemtechnik würde ich mich gern weiterbilden. Ich glaube, dann könnte man den Betrieb einer Asphaltanlage noch mehr optimieren.

Sie dürfen sich etwas wünschen: Was sollte anders in Ihrem Job sein, damit er Ihnen noch mehr Spass macht?

Fabio Contessa: : Die Arbeit macht mir zwar immer Spass, aber die Anzahl der Nächte und auch der Wochenenden, an denen das Werk und somit ich arbeiten, ist sicherlich eine große Belastung. Sowohl auf der beruflichen als auch auf der privaten Seite. Das bringt der Job mit sich, aber natürlich kann man sich wünschen, dass das manchmal anders wäre. Ich erfahre aber dafür auch viel Unterstützung und gute Rückmeldungen − von der Geschäftsleitung, aber auch von Kollegen und Kunden.

Was ist Ihre liebste Freizeitbeschäftigung?

Fabio Contessa: Ich liebe Sport im Allgemeinen: Radfahren, Skitouren und auf jeden Fall das Leben in den Bergen und in der Natur. Das ist mir wichtig und ein schöner Ausgleich.

Welchen Ort auf der Welt würden Sie gern einmal bereisen − und warum?

Fabio Contessa: Kanada oder Patagonien würde ich gerne einmal sehen – die Weite der Landschaften und das Leben in engem Kontakt mit der Natur.

Geben Sie uns einen Tipp: Welches ist das beste Bier, das Sie je probiert haben?

Fabio Contessa: Oh, gute Frage! Ich erinnere mich leider nicht mehr an die genaue Marke. Im Allgemeinen mag ich, auch was das angeht, handwerklich hergestellte Produkte. ◙



Zwischenstation am Furkapass (UR) – Fabio liebt die Berge und sein Rennrad. Der Nufenenpass liegt bereits hinter ihm. Als nächstes kommt der Gotthardpass.

Kurze Verschnaufpause am Passo Falzarego (VN − Italien). Fabio liebt die sportliche Herausforderung: drei Pässe (Falzarego, Giau und Fedaia) sowie etwa 3 400 Meter Höhenunterschied an einem Tag.

Ich liebe Sport im Allgemeinen: Radfahren, Skitouren und auf jeden Fall das Leben in den Bergen und in der Natur. Das ist mir wichtig und ein schöner Ausgleich.

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